Menschen, die bei ihrer Ernährung bewusst auf Fleisch und Fisch verzichteten, gab es bereits im frühen Indien und in der Antike Griechenlands. Zumeist nahmen sie aus religiösen Gründen überwiegend Getreide, Gemüse und Früchte zu sich. Viele Hindus und Buddhisten praktizieren auch heute einen Vegetarismus, der das Verletzen oder gar Töten von Tieren streng untersagt. Die Beweggründe westlicher Vegetarier sind hingegen sehr verschieden und basieren auf ganz persönlichen Motiven. So spielen gesundheitliche Aspekte ebenso eine Rolle wie ethisch-moralische Ansichten.

Genuss ganz ohne Fleisch – geht das?

Gewiss, wie Tausende von Vegetariern beweisen. Sie ernähren sich fleischlos, aber nicht rein pflanzlich. Das heißt konkret: Vegetarier essen nichts, was von einem getöteten Tier kommt. Dazu gehören neben dem Fleisch auch daraus hergestellte Produkte wie Wurst, Schinken und Schmalz. Auch Nahrungsmittel, die tierische Nebenprodukte wie Gelatine enthalten, gehören nicht auf den Speiseplan. Allerdings nehmen Vegetarier neben rein pflanzlichen Lebensmitteln auch Produkte zu sich, die von lebenden Tieren stammen. Hierzu zählen unter anderem Eier, Honig und Milch.

Ist vegetarische Ernährung überhaupt gesund?

Da Vegetarier reichlich pflanzliche Lebensmittel verzehren, ist der Anteil, den sie an primären und sekundären Naturstoffen zu sich nehmen, oftmals höher als bei Nichtvegetariern. Vegetarier greifen zudem häufiger auf natürliche Fette zurück, wie sie in Avocados oder Nüssen enthalten sind. Die ungesättigten Fettsäuren wirken sich vorteilhaft auf den Organismus aus. Und die Befürchtung, vegetarische Ernährung würde zu einem Eiweißmangel führen, ist völlig unbegründet. Hülsenfrüchte wie Linsen sind hervorragende Eiweißlieferanten. Wer sich also abwechslungsreich und ausgewogen ernährt, kann getrost auf Fleisch und Fisch verzichten.

Vegetarisch durchs Jahr

Das Frühjahr und die Sommerzeit sind geradezu ein Paradies für Vegetarier. Obst und Gemüse sind überall frisch zu haben. Selbst die Grillsaison kann vielseitig und köstlich gestaltet werden, denn Mais, Paprika, Champignons und sogar Tofu oder Schafskäse lassen sich hervorragend grillen. Im Herbst kommen gern Suppen aus Kürbis, Karotten oder Wirsing auf den Tisch. Und Rosenkohl, Kartoffeln und Rote Bete läuten den Winter ein.