Mal davon abgesehen, dass Lebensmittel und Speisen eigentlich auch locker flockig ohne zusätzliches Aroma auskommen, wollten wir dennoch einen Artikel dazu verfassen. Viele Produkte, die im Supermarktregal zu finden sind, tragen Aromastoffe in sich. Sie sorgen dafür, das Produkte einen bestimmten Duft und/ oder Geschmack bekommen. Insbesondere bei Convenience Produkte sind sie unerlässlich, aber selbst so einfach Dinge wie Joghurts oder Tees kommen nicht mehr ohne aus.

Aroma ist nicht gleich Aroma

Klar, wäre sonst ja auch alles wieder zu einfach 😉 Aromen werden in Chemielaboren hergestellt und unterscheiden sich stark in ihrer Basis. Ebenso ist der Einsatz von Aromen überwiegend in der Industrie zu verorten, aber selbst für uns als Konsumenten stehen bspw. Backaromen wie Vanillin, Rum oder Bittermandel in kleinen Ampullen für den Hausgebrauch zur Verfügung. Allen gleich ist jedoch, dass sie zulassungspflichte Stoffe sind und auf der Produktverpackung gekennzeichnet werden müssen.

Ein Überblick zu natürlichem, naturidentischem und künstlichem Aroma:

1.) Natürliches Aroma

Natürliches Aroma basiert auf einem natürlichen Urpsung, welcher pflanzlich, tierisch oder mikrobiell (auf Basis von Mikroben) sein kann. Durch chemische Prozesse werden die Bestandteile extrahiert und weiteren Produkten zugeführt. Natürliches Aroma muss zu einem wesentlichen Teil aus dem namensgebenden Produkt bestehen. Erdbeeraroma muss also aus Erdbeeren extrahiert werden.

2.) Naturidentisches Aroma

Naturidentisches Aroma muss auf einen natürlichen Urpsrung zurück zu führen sein, wird aber synthetisch hergestellt. Natürlich Aromen kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn der Bedarf groß ist, aber nicht über das natürliche Vorkommen gedeckt werden kann. Zudem müssen naturidentische Aromen nicht auf Basis des ursprünglichen Lebensmittels produziert werden. Häufig werden Pilze, Bakterien oder Hefekulturen genutzt. Ein bekanntes Beispiel ist das Erdbeeraroma, welches von Sägespänen stammt.

3.) Künstliches Aroma

Im Gegensatz zu den Vorgängern, stammt künstliches Aroma ausschließlich aus dem Reeagenzglas. Sprich, es werden keine natürlichen Stoffe zugrunde gelegt. Eine nähere Deklaration seitens der Unternehmen ist nicht erforderlich.

Wie gesund oder ungesund sind Aromen in der Ernähung?

Die meisten Aromen werden als unbedenklich für die Gesundheit eingestuft. Dennoch rufen sie eine künstliche Geschmacksprägung hervor, die die natürlichen Produkte beinahe als fad erscheinen lassen oder eine Vorliebe für bestimmte Geschmacksrichtung erzeugen kann.

Vor einigen Jahren oder Jahrzehnten wurde von der Industrie Vanillin in Babynahrung für einen feineren Geschmack zugesetzt. Das hatte zur Folge, dass es Jahrgänge gibt, die auch noch im hohen Alter sehr auf den Vanillin-Geschmack geeicht sind.

Die Erbdeere bzw. Erdbeeraroma bleibt ein perfektes Beispiel für die Geschmacksprägung durch Aromastoffe. Wer sein Leben lang nur die Produkte aus einem konventionellen Supermarkt kennt, wird bei selbstgemachtem Erdbeerjoghurt aus Naturjohurt, Erdbeeren und evtl. etwas Süße, das Gesicht verziehen. Das Gehirn assoziert mit Erdbeerjoghurt einen anderen Geschmack als er natürlicher Weise vorkommt. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Industrie mittlerweile auch häufig versucht näher an die originalen Aromen heranzukommen.

Fazit

Aromen sind per se erstmal nicht unbedingt ungesund, aber sie verfälschen unseren Geschmackssinn und entfernen uns von den Produkten der Natur. Die Frage ist also eher, ob man genau das wirklich möchte?

Titelfoto: Pixabay

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