Spätestens seit dem Mittelalter spielen exotische Gewürze auch in Europa eine wichtige Rolle, kannte man hierzulande doch lange Zeit nur Salz als einziges Würzmittel.

Gewürze und ihre Geschichte

Zunächst wurden die Gewürze wie Kardamom, Koriander, Anis und Nelken nur von Apothekern angewendet. Aber diese galten nicht nur als Arznei- und Heilmittel, sondern stellten auch ein bedeutendes Handelsgut dar, das einer Währung gleichkam und mit Gold aufgewogen wurde. Wie wertvoll sie einst waren, davon zeugen heute noch Begriffe wie „Pfeffersack“, was einen Mensch mit viel Geld beschreibt. Wer viel Pfeffer besaß, war also reich. Auch heute gibt es noch wertvolle Gewürze wie den gelbfärbenden Safran, der aus den Blütenfäden einer Krokusart gewonnen wird.

Woraus werden die Gewürze gewonnen?

Heute werden Pflanzen oder Teile von ihnen wie Blätter, Blüten, Wurzeln oder Früchte als Gewürze bezeichnet, die wegen ihres intensiven Eigengeschmacks zum Würzen von Speisen und Getränken verwendet werden.

Hierzu gehören ebenso die bekannten Küchenkräuter wie Estragon, Thymian, Basilikum oder Dill. Viele werden vor der Verwendung in einem Mörser zerstoßen wie Pfeffer, Piment oder Wacholderbeeren. Einige werden getrocknet und dann in gemahlener oder gerebelter Form verarbeitet, wie es bei Oregano oft der Fall ist.

Gewürze und ihre Funktionen

Die in Beifuß oder Rosmarin enthaltenen Bitterstoffe regen ebenso wie Zwiebeln und Knoblauch Leber und Galle an, was insbesondere die Fettverdauung fördert. Andere Gewürze – wie Fenchel oder Kümmel – wirken lindernd auf den Magen. Chili und Kakao wirken stimulierend auf den Kreislauf, während Gewürznelken beispielsweise eine betäubende Wirkung haben und so bei Zahnschmerzen zur Linderung beitragen.

Gewürze sind wichtige Zutaten beim Kochen

Ob beim Kochen oder Backen – Gewürze sind in aller Munde. Ohne sie würde manche Speise langweilig und fad schmecken. Und dabei ist die Liste der Aromaten, die wir in der Küche verwenden, sehr lang, reicht sie doch von einheimischen und europäischen über asiatische und indische bis hin zu afrikanischen Gewürzen. Viele von ihnen werden dabei zu Gewürzmischungen verarbeitet und sorgen so für den besonderen Geschmack.