Erst vor kurzem haben wir euch die Doku „Hope for all“ vorgestellt und nun kommt auch schon die nächste. Es scheint einen Ruck durch die Filmemacher und auch die Gesellschaft zu gehen. Endlich! Lange Zeit drehte sich in Sachen Ernährung alles um Cholesterin, Eier- und Fleischkonsum oder Ernährungsformen wie Low Carb, Trennkost, Makrobiotik & Co. – nur wenige blickten aber auf eine Art Meta-Ebene auf die ganze Thematik.

Wer nach dem Film „What The Health“ nicht ins Grübeln kommt…

… dem müssen wahrscheinlich eins, zwei Gehirnzellen fehlen oder sie sind Meister der Verdrängung. Versteht mich nicht falsch, niemand soll sofort sein ganzes Leben auf Basis einer Doku ändern. Aber einfach mal sein eigenes (Ess-) Verhalten hinterfragen, wäre schon eine tolle Sache! Wie in allen Bereichen des Lebens, bin ich ein großer Freund von Mündigkeit und bewussten Entscheidungen für oder gegen etwas.
Ich persönlich fand die Doku „Hope for all“ schon sehr einprägsam, aber die Bildsprache und die Fakten dieser Doku sind einfach noch mal krasser.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat über 800 Studien untersucht und stufte anschließend verarbeitete Fleischprodukte in die gleiche Risikostufe 1 der Karzinogene (krebserregende Stoffe). Das ist die gleiche Liga, in der sich auch Zigaretten, Aspest und sogar Plutonium befinden! Es gibt also einen direkten Zusammenhang zwischen dem täglichen Konsum von verarbeitetem Fleisch und (Darm-) Krebs. Schon 50 Gramm davon reichen und die landen schneller im Magen als einem lieb ist. Rotes Fleisch liegt übrigens kurz dahinter in der Risikogruppe 2.

Studienlage ist altbekannt

Das Verrückte an der Sache ist, dass die Studien zum Teil schon vor 50 Jahren angefertigt wurden. Eigentlich müsste es uns altbekannt sein. Blickt man auf Organisationen wie die Amercian Cancer Society (Amerikanische Krebsgesellschaft) entdeckt man bei den Ernährungsempfehlungen aber genau dieses verarbeitete Fleisch… rein theoretisch müsste auf der Website dann auch stehen, dass 1-5 Zigaretten am Tag okay sind. Aber weder das eine, noch das andere ist gesundheitlich ungefährlich. Vergleicht man übrigens den Ausschnitt der Website der American Cancer Society mit dem Video und dem Jetzt, fehlt die Empfehlung, dass Schinken und Soft Bread Sticks mit Tomatensoße ein idealer Snack für Zwischendurch sind 😉 Ebenso fehlt Dosenfleisch als Tipp für den Vorratsschrank – interessant, nicht wahr?! Aber das nur als Anmerkung am Rande…

Konzerne als Sponsor

Nun steht die Frage im Raum, warum solche Organisationen Lebensmittel und Gerichte empfehlen, die wissenschaftlich nachweisbar als karzinogen eingestuft wurden? Eigentlich sind es doch genau die Plattformen, denen wir vertrauen können (sollten), weil kein wirtschaftliches Interesse vorliegt. Aber weit gefehlt.
Natürlich brauchen auch Stiftungen, Vereine und Organisationen finanzielle Mittel. Das Problem ist nur, dass die edlen Spender mehr als fraglich sind. Bleiben wir bei der American Cancer Society, so machen die Leute auch keinen Hehl daraus, wer sie finanziert. Die Liste ist öffentlich einsehbar unter „Partner“ und durchaus „beeindruckend“. Das Who is Who der Pharma- und Lebensmittelindustrie präsentiert sich stolz mit ihrem Logo. Darunter P&G, Walmart und Tyson. Am Ende ist also jeder käuflich – traurig, dass man nicht mal mehr solchen Organisationen vertrauen kann, zumindest was die USA betrifft.

Wenn Schweine zu Kannibalen gemacht werden

Zurück zum Film. Wir wollen zwar nicht alles verraten, denn ein paar dieser Schockmomente sollt ihr live während des Films erleben, damit sie auch ihre komplette Wirkung enthalten können. Aber vielleicht noch ein paar Denkanstöße…

Was würdet ihr denken, trägt am meisten dazu bei im Alter Diabetes Typ II zu bekommen?
Zucker, zu wenig Bewegung und Übergewicht? Nun ja, genau das begünstigt Diabetes leider nicht. Die Antwort gibt es Film und sie bringt euch im Schnitt ein 19 Jahre länger andauerndes Leben.

Warum hat euch eigentlich noch nie euer Hausarzt auf diese Ernährungsthematik gebracht, wenn es doch so viele Studien dazu gibt?
Nun ja, das hängt damit zusammen, was Ärzte im Studium lernen. Die Schulmedizin befasst sich mit der Behandlung von kranken Menschen. Ich will Medikamente gar nicht alle komplett verteufeln, aber spricht man mit Ärzten, geht es in den seltensten Fällen um Prävention und noch seltener um Prävention durch Ernährung – und genau da liegt der Hund begraben!

Milch ist doch aber so gesund und wichtig für unsere Knochen!
Ha, weit gefehlt. Allein dazu ließe sich ein eigenständiger Artikel verfassen. Die Milch-Lobby und Barbara Schöneberger haben uns in einer Kampagne genau dies weiß gemacht, aber es schlicht und ergreifend nicht wahr. Milch ist voll mit Wachstums- und Sexualhormonen, schließlich sollen die kleine Kälber groß und stark werden… nur brauchen wir das als Erwachsene nicht mehr!
Nicht ohne Grund haben die meisten Menschen (weltweit betrachtet) eine Laktoseunverträglichkeit. Wozu sollte der Körper ein Enzym produzieren, dass er eigentlich gar nicht mehr braucht?
Des weiteren gibt es einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Autimmunkrankheiten, Rheuma, Asthma und Hautkrankheiten.
Ach, der Part mit dem Eiter und der Milch sowie der Test mit der Menge an Casein in unsere Ernährung sind auch zwei besondere Highlights im Film 😉

Ich könnte jetzt ewig weiter schreiben, da die Doku „What The Health“ einfach so viele Fakten aufdeckt, die alle wichtig und erwähnenswert sind. Aber ich belasse es jetzt dabei und hoffe euch neugierig genug gemacht zu haben!

Fazit

Früher war es auch vollkommen okay immer und überall Zigaretten zu rauchen. Selbst Kinder erschienen in Werbespots großer Tabakfirmen. Heutzutage wäre es absolut nicht mehr vorstellbar.

Wer weiß also, wie wir in 20 Jahren über Werbung für Cornflakes, Joghurts, Grillfleisch, Fast Food & Co. denken. Wahrscheinlich schütteln einige Generationen nach uns nur den Kopf, wie wir uns damals (also heute) nur so ernähren konnten.

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