Die Next Organic Berlin ist die Food-Trendmesse aus Berlin. Alles dreht sich um biologische Produkte, die frei von irgendwelchen unnötigen Zusatzstoffen sind. Zugang haben jedoch nur Fachbesucher – aber das ist gar nicht schlimm, denn wir erzählen euch einfach, was es tolles zu bestaunen gab 🙂

Um euch ein paar Zahlen an die Hand zu geben: Es gab 150 Aussteller, wovon 60% Newcomer und StartUps waren. An den 2 Ausstellungstagen waren insgesamt etwa 2.500 Besucher vor Ort.

Welche Trends gab es auf der Next Organic?

Algen

Die kleinen grünen Gewächse waren auffällig oft vertreten. Es gibt sie als Pulver, Algenperlen, als Öl-Zusatz und mittlerweile auch als Pasta.. ach so und natürlich auch pur 😉 Das tolle an Algen sind vor allem die ökologische Anbauweise/ Züchtung und die Inhaltsstoffe.

I SEA PASTA – Was mich wirklich begeisterte, war die Algenpasta von I Sea More. War ich beim allerersten Kontakt noch recht skeptisch, so überzeugte oder besser begeisterte mich dann die Kostprobe. Wobei die Algenpasta gar keinen so großen Eigengeschmack hatte, aber die Konsistenz war toll und zusammen mit dem Pesto, war es ein anderes und wirklich leckeres Geschmackserlebnis.

Die I Sea Pasta gibt es bislang nur über den Online Shop oder im BIKINI Berlin zu kaufen. Ich hoffe, dass der ein oder andere Bio-Markt das Potenzial entdeckt und zuschlägt 😉

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ALGENPERLEN – Auch ziemlich cool fand ich die Algenperlen von Lüttge. Aktuell gibt es noch eine Crowdfunding-Kampagne, um die kleinen Perlen in größeren Mengen produzieren zu können. Die Idee dahinter ist aber ziemlich toll. Sie entsteht aus der Chlorella Alge, die viel Omega 3 Fette hat, reich an Proteinen ist (bis zu 60%) und pflanzlichen Vitamin B12 besitzt. Geschmacklich sind aktuell zwei Sorten geplant: Balsamico und Heidelbeere, die dann mit anderen Lebensmittel kombiniert werden können.

Ein wichtiger Hinweis: Noch gibt es die Algenperlen nicht zu kaufen. Wer aber gespannt auf das Produkt ist, kann es über Startnext supporten!

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Paleo

Mitten auf dem Ausstellungsgelände gab es einen großen Bereich für Paleo-Produkte und Paleo-Ernährung. Die Ernährung nach den Paleo-Regeln ist super gesund und setzt sich hoffentlich noch weiter durch, denn die Nahrungsmittel sind nicht industriell verarbeitet, sondern in ihrer reinen, natürlichen Form.

BROX

Mein absolutes Highlight, weil es einfach so lecker war. Knochenbrühe vom Rind ist in New York bereits der letzte Schrei und eine eher neue Form der Superfoods. Normalerweise muss ich immer erst googlen und lesen und lesen und googlen, was mir denn da im Bio-Markt schon wieder als super-healthy angepriesen wird. Rinderbrühe kennt auch meine Oma 😉

So ganz pur fand ich sie ehrlicherweise nicht so richtig als Geschmacksexplosion, aber gemixt mit Butter und Ingwer ist es der Knaller! Wirklich. Die Brühe wird übrigens 18 Stunden gekocht.. wer also meint, er könne das auch locker zuhause machen, braucht ein bißchen Geduld.

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Fairment

Das Kombucha-Getränk „Fairment“ ist biologisch und roh.. oder raw 😉 und natürlich auch fairmentiert. Der Geschmack ist nicht so wässerig oder zuckersüß wie bei einigen anderen, sondern hat Power. Zudem werden die Flaschen mit den vielen Mikroorganismen noch von Hand abgefüllt. Daumen hoch!

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COA. Kokoswasser

Erinnert ihr euch noch an den Moment, als ihr das erste Mal frisch gemahlenen Pfeffer anstatt des vorgemahlenen gegessen habt? Beide Geschmäcker sind kaum miteinander zu vergleichen und man möchte einfach nie wieder etwas anderes als frischen Pfeffer benutzen. So ähnlich ging es mir als ich das erste Mal COA getrunken hab. Alle anderen Kokoswässerchen können mit dem Produkt geschmacklich nicht mithalten!

Das COA. Kokoswasser ist nicht erhitzt und wird auch nicht durch Zusatzstoffe länger haltbar gemacht – die Aufbwahrung erfolgt bei -18°C 😉 Was ich vorher auch nicht wusste: Das Kokoswasser reift sobald es mit Licht und einer höheren Temperatur in Verbindung kommt, wodurch das Wasser dann leicht pink wird.

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Soziales Engagement

Was immer häufiger zu sehen ist, in geballter Power auch auf der Next Organic, ist die Verbindung zwischen Produkten aus dem Lebensmittelbereich und sozialem Engagement.
Eigentlich wunderschön, wird durch Projekte wie Restlos Glücklich, Viva Con Agua, Lemonaid oder Too Good To Go etwas zurückgegeben. Das reicht von fairen Arbeitsbedingungen, Finanzierungsmittel für Projekte vor Ort und, und, und. Schön zu sehen ist, dass es zunehmend Projekte gibt, die nicht mehr nur in eine Richtung sondern in beide Richtungen etwas geben.

Auch wenn kritische Zungen sagen, dass es einfach nur ein geschickter Marketingzug bei vielen sei, so zählt am Ende ja, was dabei heraus kommt. Wenn Unternehmen etwas zurückgeben an die Menschen, die es brauchen, ist es doch eigentlich immer gut, oder?

Merci ♡

An der Stelle sei auch noch mal ein Dank an alle Aussteller und die Initiatoren gegeben. Es ist so wichtig zu zeigen, dass gesunde, regionale, saisonale und biologische Ernährung total spannend ist!

Die kleinen Food-Unternehmen sind die eigentlichen Revolutionäre und Vorantreiber unserer zukünftigen Ernährung.

Abseits von Groß- und Megakonzernen entwickeln sich hier ernstzunehmende und tolle Lebensmittel/ Gerichte, die ohne die große Chemiekeule auskommen.

 

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