Kaffeeform | Ein Interview mit Julian Lechner

Nachhaltigkeit ist eines, der wichtigsten Themen unserer Zeit. Der Umgang mit den Ressourcen, die uns die Welt so zur Verfügung steht, muss schonender werden. In diesem Jahr markiert der 08.08.2016 den Tag, an dem alle Ressourcen, die die Menschen von jetzt an in diesem Jahr verbrauchen, die Erde stärker belasten als sie sich wieder regenerieren kann!

Umso schöner ist es, Menschen wie Julian von Kaffeeform zu treffen. Mit seinem jungen Unternehmen bietet er eine Möglichkeit alten Kaffeesatz zu neuen Produkten zu produzieren.

Interview mit Kaffeefrom – Die Story hinter dem Food-Startup

Was ist die Geschichte hinter eurer Idee?

Kaffeesatz in Cafés sammeln und daraus ein neues, festes Material herzustellen. Aus diesem Material lassen sich zum Beispiel Kaffeetassen herstellen.

Wie seid ihr auf den Namen eurer Firma gekommen?

Wir wollten von Anfang an alten Kaffee in eine neue Form bringen. Daher der Name „Kaffeeform“.

Wie sieht ein Tagesablauf bei euch aus?

Morgens gegen 8:00 Uhr wird der Kaffee vom Vortrag in
mehreren Cafés in Berlin-Kreuzberg abgeholt. Wir arbeiten dabei zusammen mit einer lokalen Behindertenwerkstatt die uns bei der Logistik unterstützt. Der Kaffee wird am gleichen Tag getrocknet und für die weitere Verarbeitung eingelagert. Ein zweites Team kümmert sich um die zügige Bestückung und Versendung der bestellten Tassen aus dem Webshop oder an unsere Einzelhändler. Ein drittes Team akquiriert neue Cafés, Geschäfte und Messe Veranstaltungen um das Produkt bekannter zu machen.

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Euer Unternehmen ist noch jung. Was habt ihr davor gemacht? 

In Italien und England studiert. Dann in einer Berliner Agentur für Produktdesign mitgearbeitet.

Könnt ihr bereits von euren Produkten leben?

Kaffeeform gibt es erst seit ca. einem Jahr. Wir sind aber schon profitabel und können von den Verkäufen leben.

Wo seht ihr euch selbst in 3 Jahren?

Was sind eure Pläne für die Zukunft? Es gibt viele spannende Projekte, Ideen und Kooperationen für die Zukunft. Die Tassen sind erst der Anfang einer breiten Produktpalette aus unserem Kaffeematerial. Ein zeitnahes Ziel sollte es sein Kaffeeform internationaler aufzustellen. Wir bekommen viele Anfragen aus den USA und Asien.

Woher genau bezieht ihr euren Kaffeesatz und wo produziert ihr die Tassen?

Wir sammeln momentan den Kaffeesatz in Berlin-Kreuzberg täglich ein. Trocknen diesen ebenfalls in Kreuzberg und stellen in drei Intervallen pro Jahr unsere Produkte her. Das passiert in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Könnt ihr euch vorstellen auch noch andere Gegenstände aus Kaffeesatz zu produzieren?

Auf jeden Fall! Die Tassen sind erst der Anfang und werden bald mit weiteren Produkten ergänzt.

Welche Cafés oder Restaurants nutzen eure Kaffeetassen bereits?

Aktuell kann man die Tassen im Isla Coffee in Neukölln, Hermannstraße 37 und in der Oslo Kaffebar in Mitte, Eichendorffstraße 13 ausgiebig testen, probieren und natürlich auch kaufen.

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Wie langlebig ist eine Kaffeetasse aus Kaffeesatz? 

Wir haben die Tassen für einen Einsatz von mehreren Jahren entwickelt. Damit sollte es keine Probleme geben.

Neben dem riesigen Vorteil der Nachhaltigkeit – gibt es auch Nachteile gegenüber einer Kaffeetasse aus anderem Material?

Wir mussten den Eigengeruch der Tassen nach Kaffee deutlich reduzieren. Das gefiel nicht jedem Kaffeeliebhaber, der nur seine eigene Bohnen Röstung daraus genießen wollte. Der Unterschied im Gewicht verwundert Liebhaber von schwerem Porzellan. Die Kaffeeform Tassen wiegen etwa die Hälfte verglichen mit Porzellan.

Von welchem Produkt seid ihr fast so begeistert, wie von eurem eigenen?

Uns gefällt z.B. ein junger Hersteller der essbare Löffel aus Brotteig entwickelt hat und erfolgreich vertreibt. Ebenso interessant sind z.B. „Das Tiffin Projekt“ wo im Austausch versucht wird Abfall im Take-Away verzehr zu sparen.


Wir danken Julian für seine Zeit, wünschen ihm ganz viel Erfolg und euch tollen Kaffeegenuss mit nachhaltig produzierten Kaffeetassen 🙂

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