Brot wird bei uns in der Regel aus Weizen oder aus Roggen hergestellt. Man unterscheidet folgende Sorten: Vollkornbrot, Mehrkornbrot, Weizenbrot und Mischbrot. Hierbei besteht Vollkornbrot zu mindestens 90 Prozent aus Mehl, in dem noch sämtliche Bestandteile des Getreidekorns enthalten sind. Wenn dem Mehl zusätzlich grob gemahlenes Getreide oder ganze Körner beigemengt wurden, hat das Vollkornbrot eine entsprechend dunkle Farbe.

Weshalb ist Vollkornbrot eigentlich gesund?

Es gilt die Faustregel: Je dunkler das Brot, desto mehr volle Körner sind darin enthalten – ausgenommen ist natürlich die Massenware in Supermärkten und Baclereidiscountern, da dort die Farbe üblicherweise mit Zuckerrübensirup, Karamellsirup oder auch Malzextrakt herbei geführt wird.

Hat man aber echtes Vollkornbrot, so bedeutet dies gleichzeitig ein entsprechendes Plus an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen im Vergleich zum Weißbrot oder hellen Pendant. Deshalb sagt man zu Recht, dass Vollkornbrot am gesündesten ist. Das liegt daran, dass sich die meisten wichtigen Nährstoffe vermehrt in den Randschichten des Korns befinden, während das Innere zu 83 Prozent aus Eiweiß und Stärke besteht. Vollkornmehl enthält diese Randschichten und deren wertvolle Inhaltsstoffe.

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Die besondere Rolle der Kohlenhydrate im Brot

Brot enthält viele Kohlenhydrate. Da diese im Brot jedoch in langkettiger Form vorliegen, werden sie im Magen nur sehr langsam verarbeitet. Deshalb steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an, während die Fettverbrennung stark aktiviert wird. Deshalb stimmt es nicht, dass Brot dick macht. Aufgrund der in ihm enthaltenen Ballaststoffe ist Brot sogar sehr gesund. Denn Ballaststoffe sind unverdauliche Kohlenhydrate, die im Magen aufquellen und somit für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Zudem kann ein regelmäßiger Verzehr von Vollkornbrot sogar Darmkrebs vorbeugen.

Warum vertragen manchen Menschen kein Gluten?

Trotzdem wird Brot nicht von allen Menschen gut vertragen. So bekommt manchen nicht das als Gluten bekannte Klebereiweiß im Brot, das hauptsächlich im Samen von Weizen, Roggen, Gerste und Hafer enthalten ist. Bei Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit zerstört das Gluten die Darmzotten in der Schleimhaut ihres Dünndarms. In Folge werden die Nährstoffe nicht mehr richtig vom Körper aufgenommen. Wenn länger kein Gluten mehr konsumiert wurde, ist es aber möglich, dass sich die Darmschleimhaut wieder erholt.

Allerdings liegt der Anteil der Menschen, die wirklich eine Glutenunverträglichkeit haben gerade mal bei 0,5 – 1,5 %… die vielen Produkte, die heutzutage zu finden sind, werden wohl vor allem von Menschen gekauft, die damit ihre „Diät“ pushen wollen 😉