Ich habe meine Küche mal wieder in ein Schlachtfeld verwandelt. Am Ende ist dabei aber ein ziemlich leckeres Gericht herausgekommen, dass ich euch jetzt vorstellen will.

Wer sich fragt, woher ich es hab? Tatsächlich nirgendwo her. Im Prinzip entstand das Gericht vorhin im Bio-Supermarkt, denn dort strahlte mich ein fantastischer Spitzkohl an. Dazu wollte ich etwas buntes, leicht süßliches (die verschieden-farbenen Karotten haben auch eine unterschiedliche Süße) und eine ordentliche Portion Schärfe. Da ich die vom Meerrettich am liebsten mag, kam noch ein Glas davon ins Körbchen (der frische, den es im Markt gab, war leider nicht mehr wirklich frisch). Und weil Lachs und Meerrettich sich ebenfalls gut verstehen… naja, gesellte er sich halt dazu.

Ohne den Lachs ist das Gericht vegan, nur sollte man dann die Gemüsemengen etwas erhöhen.

Nice to know: Spitzkohl ist die zartere Variante des Weißkohls und feiner im Geschmack. Mit knapp 30kcal pro 100g ist er sehr kalorienarm, kommt dafür aber einer großen Portion Vitamin C, Folsäure und Beta-Carotin um die Ecke.


Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Kochzeit: 15-18 Minuten

Küchenrichtung: Low Carb, Glutenfrei

Zutaten für 2 Personen:

  • 250 g Lachs (Bio-Aquakultur oder Wildfang)
  • 1 mittelgroßer Spitzkohl
  • 7 Karotten (2 rote, 2 gelbe, 3 orange)
  • 1 weiße Zwiebel
  • bißchen Limettensaft
  • 1 EL Tahin
  • 1 EL Meerrettich (aus dem Glas & ohne Sahne)
  • Curry
  • Muskat
  • Mutterkümmel
  • Öl (ich nehme Rapsöl)
  • Salz & Pfeffer (frisch aus der Mühle)

Vorbereitung

Die Vorbereitung ist eigentlich recht simpel. Der Spitzkohl wird in Streifen geschnitten und gewaschen. Anschließend werden die Möhren geschält und in Scheiben geschnitten. Je nach Dicke der Karotte, können die Scheiben auch noch mal halbiert werden. Zuletzt muss nur noch die Zwiebel in Würfel verwandelt werden und dann ist die Schnibbelarbeit schon zu Ende.

Den Lachs könnt ihr schon mal aus der Verpackung nehmen, kurz auf Gräten untersuchen, mit Wasser abspülen und anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die letzte Vorbereitung ist eine Art Soße für den Spitzkohl. Dazu das Tahin, den Meerrettich, Salz, Pfeffer, Curry und Muskat mit etwas Wasser verrühren bis eine cremige Soße daraus wird. Das verleiht dem Gemüse nachher eine Schöne Cremigkeit und eine gute Portion Schärfe 🙂

Schritt 1:

Da der geschnittene Spitzkohl im rohen Zustand ein recht großes Volumen besitzt, habe ich mit einem Wok gearbeitet. Ein bißchen Rapsöl heiß werden lassen und anschließend die Zwiebeln darin glasig werden lassen. Wer mag kann auch noch frischen Knoblauch dazu geben. Anschließend dürfen sich die Karotten hinzugesellen.

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Schritt 2:

Nachdem es sich die Karotten und Zwiebeln gemütlich gemacht haben, kann der Kohl hinzu gegeben. Wenn der Kohl leicht in sich zusammen gefallen ist, kann er mit dem Karotten-Zwiebel-Mix vermischt werden. Das ist wichtig, damit euch nichts anbrennt. Ist nur anfangs zu schwierig, da der Kohl dann noch zu störrisch ist. Das Ganze so lange garen bis der Kohl sichtlich weicher geworden ist.

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Jetzt verteilen sich Salz, Pfeffer, Muskat und der Mutterkümmel ein Mal quer über die Pfanne. Direkt im Anschluss könnt ihr die Tahin-Meerrettich-Soße nehmen und über den Kohl verteilen und unterheben. Damit das die Spitzkohlpfanne noch einen extra Frische-Kick bekommt, darf der Limettensaft seine Power zeigen.

Gut durchrühren bis der Kohl al dente ist und dann zur Seite stellen.

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Schritt 3:

Jetzt kommt nur noch der Lachs. Ich hab ihn ganz plain, also naturbelassen in einer Pfanne angebraten. Wenn euer Lachs noch Haut hat, bratet ihn zuerst auf dieser Seite an, sonst wölbt er sich zu sehr. Brät man den Lachs aber auf der Hautseite bleibt das Stück in seiner Form erhalten. 2-3 Mal wenden, zum Schluss noch salzen & pfeffern und fertig ist das Ding.

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Schritt 4:

Alles auf einen Teller anrichten und schon habt ihr ein wundervolles, saisonales und gesundes Gericht.

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