Berlin hat viele Hotels und vor allem auch viele sehr gute. Zu eigentlich fast jedem Hotel gehört eine Hotelbar, die jedoch häufig nur von den Hotelgästen selbst genutzt werden. Oder verabredet ihr euch regelmäßig zum Warm Up oder für einen ganzen Abend in einer solchen Location?

Oftmals liegt es auch daran, dass sich Hotel-Fremdlinge nicht hinein trauen. Luxushotels wirken wie eine Art Closed Shop und aus Angst wieder rausgeworfen zu werden, erstickt jeglicher aufkommende Gedanke an einen Besuch. Dabei sind alle Hotelbars öffentlich zugänglich – nur müsst ihr sofort bezahlen und könnt es nicht auf eure Zimmernummer schreiben lassen.

Natürlich ist es am Ende auch eine Frage des Geldes, gerade bei denen, die einem 5 Sterne Hotel gelegen sind. Dennoch scheinen die Hotelbars in Deutschland für Nicht-Hotelgäste irrelevant zu sein. Und selbst die Gäste entscheiden sich häufig eher dafür außerhalb etwas zu trinken, um die Stadt und angesagte Locations zu entdecken.

Keine Angst vor großen Namen – Die lange Nacht der Hotelbars bringt euch rein!

Um allen die Angst zu nehmen und euch zu zeigen, wie schön Hotelbars sein können, wurde die Lange Nacht der Hotelbars ins Leben gerufen. Insgesamt haben sieben Hotelbars in Berlin teilgenommen und sich der Öffentlichkeit einen Abend lang präsentiert. Mit dabei waren:

  • Grand Hyatt Berlin
  • Hilton
  • Kempinski
  • Regent Berlin
  • Rocco Forte Hotel de Rome
  • Steigenberger Hotel am Kanzleramt
  • Waldorf Astoria

Auch wenn die Namen groß und allseits bekannt sind, so gibt es doch ziemliche Unterschiede. Während die einen euch mit einem klassisch-gediegenen Ambiente empfangen, überraschen die anderen mit Modernität und Design. Was mir vor allem gefiel war, dass man an einem Abend die Möglichkeit hat diverse Hotels zu besuchen und zu vergleichen.

Von einem Hotel zum nächsten gelangt man übrigens per Shuttle-Bus. Wer individueller unterwegs war, schnappte sich einfach die Öffentlichen, denn die Hotels waren allesamt gut damit erreichbar.

Das Ticket kostete übrigens 19 EUR und enthielt jeweils einen Drink pro Hotelbar und den Shuttle-Service. Alle Bars sorgten dank DJ und Live-Musik für ein angenehmes Unterhaltungsprogramm vor Ort.

Welche Hotelbars haben uns am meisten überzeugt?

Im Rahmen der Langen Nacht der Hotelbars stehen das Waldorf Astoria und das Hotel de Rome ganz vorne. In beiden Bars gab es nicht nur die leckersten Drinks, auch das Ambiente und das Personal waren zuvorkommend und tolle Gastgeber.

Die La Banca Bar im Rocco Forte Hotel de Rome begrüßt euch mit einer 10 Meter langen Bar, hohen Decken und einer modernen Einrichtung. Der Signature-Cocktail namens Veranito präsentierte sich im Martini Glas mit einem 7-jährigen Havana, Caribbean Honey, Lime Juice und Thomas Henry Mystic Mango. Fruchtig und sehr gut trinkbar!

In der Lang Bar des Waldorf Astoria in wurden wir schlicht elegant begrüßt mit einem Aimery Grande Cuvée 1531 Rosé Brut Crémant de Lim. Der Crémant spiegelte die gediegene, aber warmherzige Atmosphäre der Bar sehr gut wieder. Begleitend gab es Live-Musik (wie auch in einigen anderen der teilnehmenden Hotelbars) und Snacks zum Knabbern.

Zu Unrecht waren meine Erwartungen vom Steigenberger Hotel irgendwie nicht sooo hoch. Obwohl auch diese Hotels zur Kategorie der Luxushotels gehört, verknüpfte ich das Hotel dennoch nicht mit anspruchsvoller Cocktailkunst. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Der Signatur-Cocktal trägt den Namen Great Britain und nennt hausgemachter Earl-Grey-infused-Gin, Zitrone, Läuterzucker und helle Trauben sein Eigen.

Fazit zur Langen Nacht der Hotelbars

Der Abend ist eine tolle Möglichkeit an einem Stück bis zu 7 Hotelbars kennenzulernen. Es macht aber durchaus Sinn sich auf 5 Bars zu begrenzen, denn sonst muss man schon ganz schön zwischen den einzelnen Stationen hetzen bzw. hat man einfach nicht so viel Zeit in Bars, in denen man sich wohler fühlt als in anderen.